Die Gattung Cymbidium umfasst nur etwa 50 Arten, Schwerpunkt der Verbreitung ist Indien, China und Japan, reicht aber über die ozeanischen Inseln bis Australien. Entsprechend weit gestreut sind auch die Klimaansprüche der einzelnen Arten. Im Handel werden vorwiegend Hybriden angeboten, die im Wesentlichen ähnliche Ansprüche wie die chinesischen Vertreter dieser Gattung stellen. Die Pflanzen bilden relativ kleine, keulen- bis eiförmige Pseudobulben, die von der Basis her dicht mit langen, schmal lanzettlichen Blättern umgeben sind. Die Bulben werden ca. 5-15 cm groß, die Blätter 40 - 100 cm lang. Die Rispen sind hervorragend für den Schnitt geeignet.

Licht: Cymbidien sind den Sommer über am besten im Garten aufgehoben, ein halbschattiger Platz sagt ihnen besonders zu. Anfang September sollten sie an volle Sonne gewöhnt werden. Den Winter über ist ein sehr heller Platz ideal.

Temperatur: Bei sichtbarer Sproßentwicklung im Frühjahr 16-18°C, im Sommer 25-30°C. Der Spätherbst ist die Zeit der Blühinduktion, der Wechsel zwischen warm-sonnigen Tagen und schon recht kühlen Nächten ist hier das Geheimnis zum Erfolg. Dabei ertragen die meisten Klone auch einige Grade Morgenfrost. Im Winter dann tagsüber 15-18°C, nachts 10-12°C. Bei höheren Temperaturen kann es zu Knospenfall kommen.

Feuchtigkeit: Wenn die Tage ab April länger werden und die Temperaturen steigen benötigen Cymbidien gleichmäßige Feuchtigkeit, problematisch sind aber Schlechtwetterperioden mit längerem Regen und gedämpften Temperaturen. Ab Herbstbeginn darf der Pflanzstoff nur mehr bei warmen Wetter vorsichtig befeuchtet werden. Pflanzen mit nassen Wurzeln überstehen kalte Nächte nicht. Als Gießwasser sollte entweder Regenwasser oder nicht zu kalkhaltiges lauwarmes Leitungswasser verwendet werden, wobei das Substrat vorher immer austrocknen muss.

Vermehrung: Nach der Blüte durch Teilung des Stockes. Man trennt die Pseudobulben vorsichtig, wobei jeder Teil über mindestens eine Knospe verfügen muss.

Erde: Strukturstabiles und luftdurchlässiges Substrat.

Dünger: Während der Wachstumsphase alle 2 Wochen düngen. Etwas Phosphor-Kalium betonter Dünger ab Herbst kann die Blütenbildung begünstigen.

Umpflanzen: Alle drei bis vier Jahre im Frühjahr.

Anfällig für: Blattläuse, Schildläuse, Spinnmilben, Wollläuse

20 Jahre alte Cymbidium
20 Jahre alte CymbidiumQuelle: lurchlaich63
Cymbidium
CymbidiumQuelle: lurchlaich63
Cymbidium
CymbidiumQuelle: Harald
Cymbidium
CymbidiumQuelle: Harald