Zimmerpflanzenlexikon

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Autor Thema: Welchen Dünger verwenden  (Gelesen 2987 mal)

Hakaperl

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Welchen Dünger verwenden
« am: 27. Juni 2011, 17:08:31 »

Hallo,

ich bin mir unsicher, welchen Dünger ich während der Aufzucht von Gemüsepflanzen verwenden soll, also nachdem das erste Blattpaar gewachsen ist.

Ich schwanke zwischen:
  • Hakaphos grün: 20+5+10+2 und
  • Scotts Peters Professional Plant Starter: 10+52+10

Über den Scotts habe ich gelesen, dass der hohe P-Gehalt für eine ordentliche Durchwurzelung sorgt. Andererseits gibt Compo für den Hakapos grün an, dass er für die Jugendentwicklung der Pflanzen geeignet/geschaffen wurde.

Dies verwirrt mich ob der absolut unterschiedlichen Zusammensetzung dieser beiden Dünger total und bevor ich mir meinen dritten Dünger (vorhanden: H.Blau: 15+10+15+2, H.Rot: 8+12+24+4) kaufe, hoffe ich, dass Ihr mich aufklären könnt.

Meine Wasserwerte:
Härte: 21
PH: 7,17

Danke schon mal!
Hakaperl
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wurm

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Re:Welchen Dünger verwenden
« Antwort #1 am: 28. Juni 2011, 23:01:29 »

 Hi,

Ich bin kein Profi in Sachen Dünger. Allerdings würde ich bei den genannten Düngern Hakaphos grün oder H. Blau verwenden.
Bei Gemüse geht es ja drum Blattmasse zu bilden. Wichtig dafür ist Stickstoff also der erste genannte Wert. Der zweite Wert ist Phosphor, welches vermehrt bei der Blüten/Fruchtbildung benötigt wird. Also bei Gemüse recht nebensächlich. Der Dritte Wert ist Kalium und für den Wasserhaushalt zuständig. Der vierte Wert ist Magnesium, dieses Element wird recht wenig benötigt, bei Magnesiummangel entstehen Chlorosen (ähnlich Eisenmangel)
Wenn du eine super Durchwurzelung willst, solltest du anfangs möglichst wenig (garnicht) Düngen ;).

Eustoma hat mal etwas zum Düngen zusammengeschrieben. Vielleicht ist das ja für dich interessant.
http://www.zimmerpflanzenlexikon.info/forum/index.php?topic=8258.0

Lg
Eike

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muh !

Hakaperl

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Re:Welchen Dünger verwenden
« Antwort #2 am: 29. Juni 2011, 06:28:53 »

Danke @Wurm,

diesen tollen Artikel kenne ich. Nach Eustomas Prinzip der Flüssigdüngung dünge ich und bin total begeistert.

Bin gespannt, ob sich noch andere äußern, interessant wäre auch die Meinung von Mitgleidern, die Ihre Zimmerpflanzen selber züchten.

Gruß
Hakaperl
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Lantanos

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Re:Welchen Dünger verwenden
« Antwort #3 am: 29. Juni 2011, 17:51:36 »

Jessas, Haka, du machst ja echt eine Wissenschaft aus deiner Düngerei  :D

Zu Eustomas Beitrag kann und will ich nichts beisteuern, da er ja alles gesagt hat, um so mehr wundert mich dein Zaudern und Zweifeln.

Der von dir angesprochene phosphorbetonte Dünger (10+52+10), auch als spezieller Plumeriadünger im Handel, dient in erster Linie zur Blüten- und Fruchtinduktion. Zur normalen und gesunden Wurzelbildung genügt ein durchschnittlicher, ausgewogener Dünger wie Hakaphos grün oder blau.

Gemüse wird seit Jahrhunderten im Garten angebaut, meinst du, die Landfrauen haben sich jemals Gedanken darüber gemacht, ober 20+5+10 oder 15+10+15 besser ist? Da kam Mist und Kompost ins Bett und fertig. Und das Gemüse wuchs trotzdem, ohne Wissenschaft.

Für normale Grünpflanzen genügt ein normaler Allerweltsdünger, N- und K-betont; für Sukkulenten sollte der Mehrwert im P-Bereich liegen. Den Phosphorsuperdünger verwende ich auch, aber nur für Brugmansia und Plumeria und sonstige Sommerblüher, in sehr abgeschwächter Form auch ab und zu für Sukkulenten.

Gruß
Horst (gelernter Exgärtner  ;))
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Hakaperl

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Re:Welchen Dünger verwenden
« Antwort #4 am: 01. Juli 2011, 18:08:48 »

@Lantanos

Danke für die Aufklärung!

Segen und Fluch des Internets.

Jeder schreibt was und die wenigsten haben keine Ahnung von dem, über was sie schreiben. Ich bin Schreibtischmensch, der seit 2-3 Jahren Gemüsebau und dgl. als sinnvolles Hobby entdeckt hat.

So liest (wo? - im i-net, wo sonst) man (ich) dass ein 20+5+10 Dünger in der Jugendphase die Pflanze empfindlicher gegen Krankheiten und Schädlinge macht. So liest man (immer noch ich) auch, dass ein Dünger 10+52+10 toll für die Wurzelbildung ist.
Sukkulenten = Saftreiche Pflanzen - liest man - ich nehme an:
Paprika, Chilis, Tomaten, Aloe Vera, dickblättrige-wasserspeichernde Pflanzen.

Ein Buch wäre mir natürlich lieber, aber die Zeit der großen Buchhandlungen, in die man sich setzen kann und die genügend Bücher im Regal von diesem einem Thema vorrätig haben (wo kein Autor vom anderen abgeschrieben hat) und das eine Buch dann für einen (mich) passend ist, das die Informationen enthält, die man (ich) sucht, ist vorbei.
So bleibt einem (mir) nur übrig, im Internet mit seinen Halbwahrheiten zu recherchieren.

Sorry, aber trotzdem allen ein schönes Wochenende.

Hakaperl
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