Die häufigsten Pflegefehler bei Zimmerpflanzen


Pflanzen tragen viel dazu bei, dass man sich in einer Wohnumgebung wohlfühlt. Sie verleihen jedem Zimmer einen natürlichen Charme, reinigen die Luft und runden das Erscheinungsbild ab. Was viele bei aller Pflanzenliebe allerdings nicht bedenken, ist der Pflegeaufwand. Wie schnell passiert es da, dass die Blätter der schönen neuen Zimmerpflanze nach wenigen Tagen nur noch schwach zu Berge stehen und ihr leuchtendes Grün verlieren. Dabei ist es gar nicht so schwer, für seine Pflanzen zu sorgen. Man muss nur die schlimmsten Pflegefehler vermeiden.

 

Der häufigste Pflegefehler – zu viel Wasser

Pflegefehler
Tim Berk / pixelio.de

Man könnte meinen, die meisten Pflanzen gehen ein, weil sie zu wenig gegossen werden. Dabei ist oft das Gegenteil der Fall. Viele Besitzer meinen es mit der Pflege zu gut. Das viele Wasser führt dann dazu, dass die Bodenluft aus der Erde verdrängt wird. Die Pflanze bekommt zu wenig Sauerstoff. Im schlimmsten Fall ersticken die Wurzeln. Die oberen Pflanzenbestandteile bekommen dann weder Nährstoffe noch Wasser ab. Sie verwelken. Besonders verheerend ist zu viel Wasser im Winter. Hier wird nämlich weniger Wasser an die Umgebungsluft abgegeben. Darüber hinaus sind im Winter noch einige andere Dinge bei der Pflanzenpflege zu beachten.

So gießt man richtig:

  • vor dem Gießen Finger etwa 1 cm tief in die Erste stecken
  • ist die Erde an dieser Stelle trocken, kann der Boden gegossen werden
  • alternativ Feuchtigkeitsmesser aus dem Baumarkt verwenden
  • Feuchtigkeitsmesser in die Erde stecken

Achtung! Nur wenige Zimmerpflanzen brauchen Staunässe, um zu gedeihen. Vor dem Kauf muss man sich deshalb genau informieren, wie die Pflege im konkreten Fall aussehen soll.

 

Der falsche Standort

Pflegefehler
Maja Dumat /pixelio.de

Ein weiterer Fehler, der häufig zum Tod von Zimmerpflanzen führt, ist der falsche Standort. Hierbei ist zu beachten, dass es keinen Standort gibt, an dem sich grundsätzlich jede Pflanze wohlfühlt. Jede Art hat andere Vorlieben. Während einige Pflanzen den Schatten bevorzugen, haben es andere lieber sonnig. Hier muss man sich vor dem Kauf über die genauen Pflegebedingungen informieren. In diesem interessanten Artikel von gartenlexikon.de kann man nachlesen, welche Pflanzen sich z. B. an dunklen und kühlen Standorten wohlfühlen. Einige Grundsätze gelten darüber hinaus natürlich immer. So sollte man Pflanzen egal welcher Art niemals direkt über der Heizung positionieren. Sie trocknen dadurch viel zu schnell aus. Ebenso wenig sollten sie in der prallen Sonne aufgestellt werden. Das gilt vor allem dann, wenn sie direkt am Fenster stehen. Die Scheibe wirkt wie ein Brennglas.

 

Falscher Umgang mit Schädlingen

Zu guter Letzt sind noch die Schädlinge zu nennen. Oftmals werden sie erst so spät erkannt, dass man nichts mehr gegen sie tun kann. Deshalb sollte man die Pflanze bei jedem Gießen genau untersuchen. Es gibt nämlich verschiedene Schädlinge, die ganz unterschiedliche Schäden hinterlassen. Eine anschauliche Übersicht mit weiterführenden Informationen findet man in der Rubrik Schadbilder. Es hilft dabei auch, die Blätter einfach einmal umzudrehen. Nicht vergessen werden sollten dabei die Wurzeln. Man kontrolliert sie am besten, wenn man die Pflanzen umtopft. Bei dieser Gelegenheit kann man sie auch gleich noch kürzen. Dadurch haben sie einen besseren Halt im Substrat.

In diesem Zusammenhang sollte man auch das eigene Düngeverhalten hinterfragen. In der Regel genügt es, einmal alle 14 Tage Dünger aufzutragen. Hierbei kann man sich ruhig auf die Vorgaben des Herstellers verlassen. Vergisst man das Düngen häufig, kann man sich die Zeiten auch einfach in einem schönen bunten Blumenkalender eintragen und ihn direkt neben die Pflanze hängen. Eines ist allerdings zu beachten. Im Winter werden Pflanzen nicht gedüngt. Während der dunklen und kalten Jahreszeit arbeiten sie auf Sparflamme und reduzieren ihr Wachstum. Ab wann es mit dem Düngen dann wieder losgehen kann und was dabei zu beachten ist, erfährt man in diesem Ratgeber auf berlin.de.