Zimmerpflanzenlexikon

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Autor Thema: Ficus Benjamini - seltsame Pünktchen auf den Blättern (und breiten sich aus)  (Gelesen 13124 mal)

Babel-2

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Hallo liebes Forum,

ich hoffe ihr könnt mir helfen.

Ich bin eigentlich kein großer Pflanzen-Fan, aber als vor 6 Jahren zwei Benjamini weggeschmissen werden sollten, weil sie schon total kahl waren, habe ich die zu mir genommen und meinen grünen Daumen entdeckt. Mittlerweile habe ich die beiden wieder aufgepeppelt (beide jetzt über 2m groß!) und "züchte" seitdem aus den abgeschnittenen Zweigen kleine Benjamini.

Bisher hatte ich bei den Jungpflanzen nur vereinzelt mal mit Schildläusen o.ä. zu kämpfen, aber jetzt stehe ich etwas ratlos einem anderen Phänomen gegenüber.
Einen der kleinen Benjamini habe ich nun seit ungefähr zwei Jahren im Büro stehen, er ist ca 50cm groß, steht verhältnismäßig hell (keine direkt Sonne, weil Nordfenster) und wird regelmäßig gegossen, zugegebenermaßen fehlt ihm etwas Dünger. Aber kann das eine Erklärung sein für die kleinen Flecken, die die Blätter jetzt bekommen?

Es sieht eher nach einer "Pigmentstörung" aus, die Blätter sehen von unten normal aus, man fühlt auch nichts. Am Anfang waren es nur zwei kleine Blättchen, aber jetzt breitet sich das über den ganzen Benjamini aus.
Ich habe auch gleich noch nach weiteren "sichtbaren" Schädlingen gesucht, kann aber nichts entdecken.

Ich habe das erstmal nur beobachtet, aber jetzt nach ca. 2 Wochen beginnen die befallenen Blätter von der Spitze an her einzutrocknen, das macht mir dann doch etwas Sorgen.
Ist das ein einfach nur ein Zeichen für Nährstoffmangel oder liegt hier ein anderes Problem vor?
Daheim haben "seine Brüder" keine Probleme, aber dort hatte ich auch hin und wieder mal Flüssigdünger benutzt.

Danke & viele Grüße!
« Letzte Änderung: 02. März 2011, 12:24:21 von Babel-2 »
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matucana

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Hallo Babel,

willkommen im Forum! Schwer zu sagen, was dein Benjamini hat; es könnten Milben sein. Wisch doch mal mit einem Papiertuch über die befallenen Blätter - wenn das eine orange-bräunliche Farbe gibt, sind es Spinnmilben.

Mmm, könnte aber auch eine Mangelerscheinung sein, das stimmt.
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Schöne Grüße Helli


"Das ist irrelevant!" (Seven of Nine, Star Trek Voyager)

Babel-2

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Wisch doch mal mit einem Papiertuch über die befallenen Blätter - wenn das eine orange-bräunliche Farbe gibt, sind es Spinnmilben.

Hallo Matucana!

Vielen Dank für deinen Tipp, leider kein Ergebnis. Die Blätter sind auch absolut glatt, es fühlt sich an, als wenn die Flecken zum Blatt gehören würden.
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luana-delia

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Hallo
besprühst du ihn öfter mit kalkhaltigem Wasser? Könnten Kalkflecken sein :-\
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Liebe Grüsse Annette

Monachiker

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Wenn es Kalkflecken wären vom sprühen, dann wären die nicht nur auf einzelnen Blättern zu sehen.
Kann leider im Moment auch ned weiter helfen.
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Liebe Grüße   Udo

Philodendron

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Hmmm, Kalkflecken sehen doch anders aus... Im Allgemeinen nicht so markant und kleinfleckig
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Gruß, Jessica

Unkraut ist die Opposition der Natur gegen die Regierung der Gärtner.  (O. Kokoschka)

Monachiker

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Wie sieht denn die Unterseite der Blätter aus?
Genauso fleckig oder ganz normal?
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Liebe Grüße   Udo

Babel-2

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Wie sieht denn die Unterseite der Blätter aus?
Genauso fleckig oder ganz normal?

Nochmal vielen Dank an alle!
Die Blätter sehen von unten ganz normal aus, wenn "der Befall" einsetzt (also nur wenige Flecken auf der Oberseite zu sehen sind), sieht man auf der Unterseite nichts davon. Je nach Intensität der Flecken sind sie dann irgendwann auch von der Unterseite sichtbar. Aber das was man da sieht, sind die Flecken von der Oberseite, die quasi "durchscheinen".

Kalkflecken sind es nicht, die wären erfühlbar und wären dann auch auf allen Blättern.

Hier nochmal ein Bild von der Unterseite des Blattes, welches in meinem ersten Beitrag (siehe oben) in groß zu sehen ist.
« Letzte Änderung: 03. März 2011, 13:21:00 von Babel-2 »
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askavi

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ich hab mal gegoogelt...

http://www.bio-gaertner.de/Kuebel-Topf-Zimmerpflanzen/Zimmerpflanzen-Haeufigste-Krankheiten

Zitat:
"Blätter werden braun an der Spitze: Ursache meistens trockene Luft oder Mineralsalzüberschuss"

"Blattflecken werden durch verschiedene Pilze oder Bakterien hervorgerufen. Die Ficusarten, Flamingos, Cissus, Dracaena, Farne, Ficus, Kroton, Orchideen, Palmen sind betroffen."

Vielleicht hilft das ja ein wenig weiter.... ich persönlich tippe auf Nährstoffmangel.... du sagst ja, die unterseite ist nicht betroffen
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Liebe Grüße vom Bevenser Schweinestall mit Grüntick!

Monachiker

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Falsch er schreibt daß im späteren verlauf die Blattunterseiten auch betroffen sind.
Nachdem also die flecken durchscheinend sind, gehe ich leider doch von einer Bakterien oder Pilzinfektion aus.
Auf der Pflanzendoktorseite war ich auch allerdings kam ich nicht viel weiter, da wie es scheint die Blattfleckenkrankheit bei jeder Pflanze ein anderes erscheinungsbild hat oder auch verschiedene Bakterien oder Pilze der auslöser sein können.
Hab dann noch ein Thema gefunden wo das selbe Problem zu haben scheint.
Dort wird vorgeschlagen die Pflanze mit Zimt zu behandeln. Ein versuch wärs allemal wert.
Weiter kam ich bis jetzt leider auch nicht :-[
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Liebe Grüße   Udo

eustoma

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Hallo Babel,

vereinzelt habe ich ähnliche Flecken bei F. benjamina schon gesehen. Allerdings waren diese mehr streifenförmig.

Bei Rosen gibt es ein Schadbild, das Deinem sehr stark ähnelt.  Dabei handelt es sich um einen Manganmangel, einem Spurennährstoff .
Die Schäden sind vorwiegend an jüngeren, manchmal auch an älteren zu sehen. 

Dieses Schadbild ist nicht Typisch, denn in der Regel zeigt sich ein Mangel an Mangan in einer Tüpfelchlorose, wobei alle, auch die kleinsten Blattadern grün bleiben und die Interkostalfelder gelbbetupft sind (christbaumartig). Je nach Pflanzenart kann es etwas anders aussehen.

Da nun Deine Flecken weiss sind, kann ich mich letztlich nicht festlegen.

Dennoch ist dies ein Erklärungsversuch um eine Möglichkeit aufzuzeigen.

Jedenfalls handelt es sich nicht um eine Pilz-Bakterien-und Viruskrankheit.

Wenn Mangan nicht zutreffen sollte, wäre es bestenfalls als nichtparasitärer Schaden einzuordnen.

Leider  kann auch der Praktiker momentan nicht mehr dazu sagen.

Würde mcih freuen, wenn es Dir dennoch weiterhelfen kann.

Mit lieben Grüßen,  eustoma


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Babel-2

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Hallo liebes Forum,

vielen Dank nochmal für eure Mühe und die guten Ratschläge!

Da scheinbar alles auf eine Mangelerscheinung hindeutet, habe ich jetzt Universal-Düngestäbchen an den Benjamini gegeben. Die hatte ich daheim auch schon im Einsatz, den Benjamini im Büro hatte ich schlicht vergessen.

Ich rechne aber mit bis zu 4 Wochen, bis sich die Düngestäbchen "voll entfaltet" haben. Mal sehen, ob die irgendeine Wirkung zeigen, derzeit sind "erst" rund 15 Blätter befallen.
Ich halte euch auf dem Laufenden.

Grüße,
Babel
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eustoma

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Hallo Babel,

heute war ich in Sachen Raumbegrünungs-Kundendienst unterwewgs. Dabei viel mir  an einem Ficus benjamina ein Schadbild auf, das mit Deinem identisch scheint Es waren die gleichen weissen Punkte auf der Blattoberseite. Allerdings konnte man diese abwischen und dabei  fühlte sich das Blatt klebrig an. Dies deutet auf einen Befall von Schildläusen oder Wollläusen hin. Dies wiederum ist irritieren, weil sich auf  Ausscheidung der Läuse ein schwarzer Russtau bildet. Das einzige was ich fand, waren zwei kleine Wollknäuel.

Die einzige Erklärung die ich habe wäre, dass sich auf dem Honigtau ein anderer Pilz angesiedelt hat.

Nun möchte ich Dich bitten, zu prüfen ob sich bei Dir die weißen Pupnkte abreiben lassen. Da könntest Du mir helfen dies zu bestimmen.

Mit lieben Grüßen,  eustoma

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Babel-2

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Hallo eustoma,

leider kann ich dies bei meinem Benjamini nicht bestätigen. Wie ich schon oben geschrieben habe, sind die Blätter weder klebrig, noch sind die Flecken in irgendeiner Art und Weise erfühl- oder abreibbar.
Deswegen hatte ich was von "Pigmentstörung" geschrieben, weil es so scheint, als wenn die Flecken wirklich zum Blatt gehören. Die befallenen Blätter glänzen sogar wie normale Blätter wenn man sie gegen das Licht dreht.

Grüße,
Babel
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eustoma

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Hallo Babel-2,

vielen Dank für Deine Rückmeldung.  Nun, für Pigmentstörung wie Du es bezeichnest ist der Terminus "Chlorosen". Diese  diese haben unteschiedliche Ursachen, wobei die Eisenchlorose am bekanntesten ist. Wie ich Dir schon geschrieben habe, könnte es sich um Mn-Mangel handeln.

Kannst ja mal mitteilen, was daraus geworden ist.

Liebe Grüße,  eustoma
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