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Autor Thema: Probleme mit dem "verjüngen" meines Phylodendrons.  (Gelesen 4704 mal)

zwerg nase

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Probleme mit dem "verjüngen" meines Phylodendrons.
« am: 01. Juni 2010, 19:23:29 »

Hallo ihr Lieben,

ich habe seit ca 10 Jahren einen Phylodendron, und in den letzten Jahren sah er zu meinem leidwesen immer kümmerlicher aus. Die Blätter, die zu anfang groß wie Servierplatten waren, erreichten nur noch die größe eines Esslöffels, und auch die Abstände zwischen den Blättern wurden zunehmend größer. Die Triebe waren inzwischen bestimmt 3meter lang.

Nachdem ich es mit neuer Erde, mit einem größeren Topf und, nach einiger Zeit Pause, nochmal mit Dünger versucht hatte, habe ich mich schweren Herzens entschlossen, ihn zu "verjüngen", d.h, ich schnitt die oberen Enden der Triebe ab (ca 1meter), und stellte sie in Wasser.

Das ist jetzt ca eine Woche her, und es bilden sich keine Wurzeln. Die Blätter sind aber noch immer grün. Gibt es noch Hoffnung, oder kann ich davon ausgehen, dass ich meinen geliebten Phylodendron getötet habe...?!
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Robert

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Re: Probleme mit dem "verjüngen" meines Phylodendrons.
« Antwort #1 am: 01. Juni 2010, 19:29:35 »

Na, so schnell geht das auch wieder nicht.
Abwarten da kommt schon noch was.
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Gruß   
        Robert

Netti

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Re: Probleme mit dem "verjüngen" meines Phylodendrons.
« Antwort #2 am: 01. Juni 2010, 19:31:08 »

Hallo zwerg nase  :D,

ich denke auch, du hast deinen Philodendron nicht umgebracht.
Was aber gut zu wissen wäre ist, welche Art von Philodendron du hast und ob bzw. wie viele Blätter er noch hat. Vielleicht schaust du mal ins Lexikon oder machst uns ein Bild?
Die meisten Stecklinge wurzeln nicht gleich nach einer Woche. Stell sie hell und warm und hab etwas Geduld. Auch hier würde ein Foto helfen.
Solange die Mutterpflanze noch Blätter hat, solte sie ohne Probleme weiterwachsen und sogar neu austreiben.

LG Netti
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Rafael

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Re: Probleme mit dem "verjüngen" meines Phylodendrons.
« Antwort #3 am: 01. Juni 2010, 20:18:36 »

Ich gehe davon aus, dass er eine Monstera hat, "groß wie Servierplatten" passt sonst zu keiner philo-artigen, handelsüblichen Pflanze.

Der Kümmerwuchs liegt ziemlich sicher an zu wenig Licht.

Ein Meter ist etwas viel für 'nen Steckling, optimal sind bei Triebspitzen so 2-3 Blätter, bei Stammstecklingen 1-2 Internodien plus mindestens ein Blatt. Zu große Stecklinge verdunsten mehr Wasser, als sie aufnehmen können. Dem kann man entgegenzuwirken versuchen, indem man die Blätter einrollt und mit einem Gummi o.ä. fixiert. Habe allerdings mit derart großen Philo-Stecklingen bisher nur schlechte Erfahrungen gemacht.

Ausreichende Bodenwärme ist auch wichtig - insbesondere, wenn ich mit meiner Vermutung Monstera richtig liege.
« Letzte Änderung: 01. Juni 2010, 20:21:24 von Rafael »
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Lutz

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Re: Probleme mit dem "verjüngen" meines Phylodendrons.
« Antwort #4 am: 01. Juni 2010, 20:23:45 »

Ich würde auch denken,ein Foto wäre sehr hilfreich.
Am besten sind Kopfstecklinge mit einem Blatt und Luftwurzeln,aus dem Meter kannst du einige Stecklinge machen.
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Viele liebe Grüße
Lutz

zwerg nase

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Re: Probleme mit dem "verjüngen" meines Phylodendrons.
« Antwort #5 am: 02. Juni 2010, 13:10:17 »

Hallo ihr Lieben,
erstmal danke für die hilfreichen Antworten.

Ich überlege nun, die Triebe bzw Stecklinge nochmals zu kürzen. Wenn ich es recht verstanden habe, kann ich einen Steckling in mehrere zerteilen? Ich hatte auch schon überlegt ob der Kümmerwuchs an zu wenig Licht liegen könnte, ich habe in dem Zimmer ordentlich Nachmittagssonne, doch die Planze steht nicht direkt am Fenster. Ich habe sie aber von meiner Vormieterin übernommen, die sie in der Wohnung belassen hat. Und da stand sie am selben Platz und sah super gesund aus..
Ob es eine Monstera ist weiss ich nicht, ich hänge mal 2 Fotos an.
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Netti

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Re: Probleme mit dem "verjüngen" meines Phylodendrons.
« Antwort #6 am: 02. Juni 2010, 15:45:30 »

Hallo,

was du das hast ist glaub ich ein Philodendron erubescens (siehe hier:http://www.zimmerpflanzenlexikon.info/lexikon.php?id=624), dem es augenscheinlich sehr schlecht geht. :o

Nimm ihn doch mal bitte von der Wand und untersuch ihn eingehend auf Schädlinge. Wir haben neulich auf Arbeit genau so einen durch Tripse verloren und der sah ähnlich aus.

Als nächstest wirst du ihn wohl radikal zurückschneiden müssen. Blätter, die sich einmal verfärbt haben, erholen sich nicht wieder. Stell den "Rest" der Pflanze dann erstmal hell und warm.

Stecklinge kannst du machen, so wie die anderen es hier schön geschrieben haben. Die Stecklinge dürften recht zügig wurzeln und wenn du mehrere zusammenpflanzt hast du schnell wieder eine ansehnliche Pflanze.

LG Netti
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Re: Probleme mit dem "verjüngen" meines Phylodendrons.
« Antwort #7 am: 02. Juni 2010, 15:46:35 »

Der sieht ja schrecklich aus. Könnte ein Baumlieb sein (Philodendron erubescens). Hast du den zuwenig gegossen oder ist der abgesoffen? Die ganzen gelben Blätter kannst du alle abmachen, die werden eh nix mehr.

@ Netti: Haben uns überschnitten  ;D
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Lutz

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Re: Probleme mit dem "verjüngen" meines Phylodendrons.
« Antwort #8 am: 02. Juni 2010, 20:08:02 »

Klar ist ein Philodendron erubescens,aber ich denke zuwenig Wasser bekommen,ohne Probleme zurück schneiden.
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Lutz

zwerg nase

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Re: Probleme mit dem "verjüngen" meines Phylodendrons.
« Antwort #9 am: 02. Juni 2010, 23:03:17 »

Hallo Leute.

Also zurückgeschnitten HABE ICH IHN JA SCHON. Damit hatte ich das Thema ja hier eröffnet. Furchtbar sah er vorher schon aus, daher ja die Problematik, die mit zurückschneiden endete. Und "problemlos Wurzeln" tut er eben schon seit 2Wochen nicht. Statt dessen kriegt er gelbe Blätter (das die nicht mehr grün werden ist mir klar).

DIE FRAGE IST--WAS NUN?!?
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Netti

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Re: Probleme mit dem "verjüngen" meines Phylodendrons.
« Antwort #10 am: 03. Juni 2010, 08:10:33 »

Hallo nochmal,

tut mir leid, aber du musst deine Pflanze radikal zurückschneiden. Was du bis jetzt zurückgeschnitten hast, war zu wenig.Ich würde dir empfehlen, jede Ranke höchstens noch 20-50 cm lang zu lassen, eher weniger. Die Pflanze treibt dann von unter wieder durch.
Wenn du die Stecklinge gekürzt hast dürfte es wie gesagt, relativ schnell gehen mit den Wurzeln. Aber etwas Geduld wirst du schon haben müssen. Bei dem Mistwetter und den niedrigen Temperaturen ist es halt schwieriger, als wenn es warm und sonnig wäre.

Mehr kann man im Moment mit deiner Pflanze wirklich mit machen. Ich nehm an, auf Schädlinge hast du sie schon untersucht?

LG Netti
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zwerg nase

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Re: Probleme mit dem "verjüngen" meines Phylodendrons.
« Antwort #11 am: 03. Juni 2010, 14:35:47 »

Hallo Leute,

also gut, ich kurze sie jetzt nochmal radikal, so dass ich Stücke mit 2-3 Blättern habe, und 2mal "Wachstumsringe" mit Luftwurzeln. Dann stelle ich sie ins Fenster. Seit Gestern scheint hier kräftig die Sonne, also Licht hat sie dann. Ich hoffe direkte Sonne durch die Glasscheibe ist dann nicht zuviel des Guten..?
Und ich werde aus einem Trieb mehrere Stecklinge machen, also aus den Teilen die noch halbwegs aussehen.
Schädlinge sind es nicht, ich habe sie mir beim abschneiden genau angesehen.

Ich hoffe das hilft, ich hatte die Planze echt liebgewonnen.
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Rafael

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Re: Probleme mit dem "verjüngen" meines Phylodendrons.
« Antwort #12 am: 03. Juni 2010, 19:11:07 »

Die verbliebenen Triebe kannst Du getrost so lassen. Je mehr Internodien, desto mehr Austriebe möglich.
Die Triebspitzen säbelst Du mit 2, 3 Blättern ab und packst sie senkrecht in Wasser, den Rest schnippelst Du in Teile mit 1-2 Internodien & Blättern und packst sie waagerecht in Erde.
Gut is und in ein paar Wochen kannst Dich vor Philos nich mehr retten.

Philos immer so hell wie möglich, aber ohne direkte Sonne stellen.
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