Hallo!
Ich bin etwas ratlos. Schaut Euch doch bitte mal die Fotos an. Es sind drei Dinge, die darauf zu sehen sind. Erstens, der klebrige, farblose Saft, der überall drauf ist (sogar am Fenster und Boden), er wird also ganz schon rumgeschleudert. Zweitens die Verfärbungen der Blätter, allerdings sind manche teilweise bräunlich verfärbt, manche gar nicht und manche Blattstränge komplett. Drittens sieht man kleine, tonartige, 1-2 mm große Knubbel an den Blatträndern, die meist sogar symmetrisch sitzen.
Dann sieht man noch, oder besser, man sieht nicht, nämlich keinerlei lebendige Krankheitserreger. Zumindest kann ich keine mit dem bloßen Auge erkennen.
Und weiterhin ist es so, dass nicht nur diese eine Pflanze, sondern auch noch zwei drei andere in anderen Zimmern die gleichen Symptome haben (wir haben mehrere). Aber es gibt auch welche, die nichts haben.
Nun gut, zuerst dachte ich also an Blattläuse, aber aufgrund der scheinbaren Abwesenheit der Täter und keinen gekräuselten Blättern glaub ich nicht so recht daran. Hat einer von Euch vielleicht schon mal eine eine Pflanze mit ähnlicher Krankheit gehabt oder weiss einfach so einen Rat ???
Gruß,
Hanno
Hallo
Sieht nach schwerem Schildlausbefall aus.
Wen man auf die braunen Knubbel drückt ,kommt dann ein gelblicher/orange Saft zum Vorschein?Wenn ja ist es Schildlausbefall!
http://www.zimmerpflanzenlexikon.info/schadbilder/schildlaeuse/
Ihhh, da hab ich ja bisher Glück gehabt, dass ich die Viecher noch nie hatte. Das is aber schon das "Vollbild" oder?
schaut auch für mich wie Schildlausbefall aus!
Erste Schritte:
1. Klebrigen Saft entfernen, er schädigt die Pflanzen zusätzlich
2. braune "Knubbel" mechanisch entfernen (z.B. Lappen mit Schmierseifelösung)
3. bekämpfung der verbleibenden Tierchen (die meisten Entwicklungsstadien sind winzig und auch mit einer normalen Lupe unsichtbar) durch Nützlinge (z.B.Florfliege) Paraffinöl, aber Achtung, wird nicht von allen Pflanzen vertragen, oder chemischer Keule, aber da bin ich kaum bewandert
Gruß Erich
Danke Euch allen erstmal für die wirklich schnellen Antworten :)
Dank Euch hab ich mir mal die Knubbel genauer angeschaut, und jetzt wirds noch spannender: die Knubbel sind eigentlich eher so eine Art Ansätze. Nachdem ich sie gepresst und zerrieben habe und sie leider nicht einen gelben oder weissen Ausfluss hatten, ist mir aufgefallen, dass sie, wenn man sie abmacht, einen Versorgungsstiel haben (ähnlich wie der Stiel eines Apfel o.ä.). Und dann hab ich gesehen, dass es auch welche gibt, die nicht so sehr nach Erdklumpen als nach einer Art verkümmerter Blüte aussehen (siehe Foto). Es gibt, zumindest hab ich keine gefunden, keine frischen, oder sagen wir lieber "nichtbraunen" Ansätze. Gleichzeitig hat das Blatt nicht mehr den üblicherweisen glattrunden Blattverlauf, sondern ist gestuft / treppenförmig am Rand, wobei der merkwürdige Ansatz direkt auf dem "Treppenabsatz" sitzt.
Sieht ein wenig so aus, als wären dies Wucherungen in irgendeiner Form, aber als Schildlausbehausung kann ich mir es nicht wirklich vorstellen.
Nun ja, auf dem Foto sieht man am Stiel auch noch so etwas, das aussieht, als könnten es Schalen von Läusen sein. Wenn man sie anhebt (was ganz schön schwierig ist, da sie so klein sind), sieht man nichts, auch nicht mit Lupe, und manchmal ist ein wenig weisses Pulver darunter (vielleicht Schimmel?). Diese Schalen sitzen fast nur auf den Stengeln, kaum auf den Blättern.
Zitat von: Epifreund in 19. Oktober 2006, 18:22:58
Hallo
Sieht nach schwerem Schildlausbefall aus.
Wen man auf die braunen Knubbel drückt ,kommt dann ein gelblicher/orange Saft zum Vorschein?Wenn ja ist es Schildlausbefall!
http://www.zimmerpflanzenlexikon.info/schadbilder/schildlaeuse/
ja, diese Dinger auf den Blättern kenne ich nicht, aber dieses weiße Pulver sind die Lausfamilien (nur weibliche Schildläuse machen einen Schild und leben dort mit vielen Eiern und Larfen. Die Nymphen gehen dann auf Wanderschaft....)
Kann mir aber nicht vorstellen dass diese "Knubbel" auch auf den anderen Pflanzen sitzten. Scheint Form der vegetativen Vermehrung zu sein?
Gruß Erich
Oder Deine Pflanze ist ein Phyllanthus o.ä. der an den Rändern seiner Scheinblätter (Phyllokladien) Blüten treibt. Wie heißt denn der Pflegling?
Gruß Erich
Hallo
Diese Auswüchse an den Blättern habe ich noch nie gesehen(http://www.schmaili.com/smileys/1107.gif).
An den Stängeln sind aber massenweise Schildläuse erkennbar.Da solltest du unbedingt was dagegen tun.
Am besten mal alles abbrausen,damit der klebrige Belag runterkommt.Dann mit einem Mittel auf Ölbasis mindestens 2 x im Abstand von 2 Wochen behandeln.
Wenn möglich,würde ich den kompletten Topf, mit Pflanze zur Sicherheit tauchen,damit auch evtll.im Erdreich vorhandene Individien abgetötet werden.
Diese Mittel sind absolut unbedenklich,da die Läuse durch den Ölfilm ersticken und nicht vergiftet werden.
Würde auch eindeutig auf Schildläuse tippen.
Wusstet Ihr, dass die bis zu 15 cm weit spritzen können??
Finde ich beachtlich bei der Größe... :o
Daher auch der klebrige Belag auf Fensterbank und -scheiben.
Auch im empfehle, die Biester zu ersticken. Mit Sprühzeug auf Paraffinölbasis. Denn unter die Schilder kommt eh nicht viel Gift, das heißt dass einige die chemische Keule überleben könnten... :-\
Zitat von: sülzchen in 20. Oktober 2006, 18:00:08
Oder Deine Pflanze ist ein Phyllanthus o.ä. der an den Rändern seiner Scheinblätter (Phyllokladien) Blüten treibt. Wie heißt denn der Pflegling?
Gruß Erich
Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich nicht weiß, wie die Pflanze heisst ???
Also, dann werden wir die Patienten wohl mal auf den Hof stellen lassen und da den Honigtau abwaschen und dann nach vorsichtigem Testen den Läusen mechanisch und mit einer Paraffinölmischung auf den Schild rücken. Werd danach von den Ergebnissen berichten.
Vielen Dank hier auch erstmal an Euch alle !
Hanno
Als Vorbeugung gegen viele Schädlinge ( Läuse, weiße Fliege u.s.w.) kenne ich ein gutes Mittel. Ich hatte viel mit meinem Hibiscus und den Weihnachtssternen mit diesen Viechern zu tun. Wunderbar hilft, wenn man eine ungeschälte Knoblauchzehe mit in die Erde steckt. Mit der Wurzel natürlich nach unten. In den ersten 5 Wochen muß man zwar immer mal den grünen Austrieb kürzen (schmackhaft auf's Brot). Das Wachstum stellt sich von ganz allein ein. Diese Methode hat auch schon bei befallenen Pflanzen gut geholfen. Würde vorher natürlich frische Erde nehmen.
bäckchen
Also, das sieht ja mal hammerhart aus.
Die Pflanze würde ich so aber nicht in der Wohnung stehen, lassen..ehe mal in der Zeit in der sie eingespritzt wird in die Garage.
Diese Auswüchse am Rand habe ich auch noch nie gesehen.
Zum Schildlausgefall, den habe ich immer sehr schnell wegbekommen, durchreines tägliches duschen, wobei ich vermute das das bei diesem äußerst seltenen Exemplar nicht mehr helfen wird..
Auf keinen Fall aufgeben, das wird wieder
Hi,
die Schildläuse die deine Pflanze an den Stielen hatt und die klebrige Flüßigkeit hatte ich erst letzten auch bei meinen Orchideen. Da ich die vor Jahren schon mal bei einer jungen Orchi hatte und die mir damals kaputt ging, habe ich dieses mal harte (chemische) Geschütze aufgefahren. Obwohl ich dazu normal nicht greife! Es hat geklappt, sie sehen wieder prima aus! Will dir aber keine Angst machen, meine Pflanze war noch ganz jung und hats dewegen wahrscheinlich nicht geschafft.
Habe die Planzen erst mit einem Zahnstocher vorsichtig von diesen Biester befreit, abgewaschen und dann die befallenen Stellen mit Lizetan besprüht. Zum Schluss noch Lizetan Stäbchen in die Erde gesteckt, dass auch die abgetötet werden wo man nicht sieht.
Wünsch dir auf jeden Fall viel Glück bei deiner Pflanze!
Die schaft das bestimmt
Grüße, Sunny
Wenns mal so schlimm ist ist ein Rückschnitt vielleicht ein guter Anfang.
Wenn das wirklich ein Phyllanthus ist, kann man ihn getrost kräftig zurückschneiden. Das erleichtert dann natürlich alle weiteren Maßnahmen.
Gruß Erich
Wow, das ist ja ein Schildlausbefall wie aus dem Lehrbuch :o
In diesem Stadium hilft eigentlich nur ein "chemische" Keule, da Sofortmaßnahmen zu treffen sind. Sonst seh ich für deine Pflanze schwarz :(.
@choci
Hast Du auch eine Antwort welche Pfalnze das ist, wir haben geräzelt wegen der komischen "Knubbel" am Blattrand die meiner Meinung nach keine Blätter sind...sh. unten
Gruß Erich!
@erich
die Knubbel könnten auch Pilzwucherungen sein. Diverse Pilze entwickeln sich erst aufgrund der Schädlingsabsonderungen.
Als pflanzenspezifisch erscheinen sie mir recht ungewöhnlich, aber solange die Pflanze nicht bestimmt ist, kann man das ja nicht ausschließen.
Die Blätter erinnern mich an jene von Zamias wie z.B. Zamia furfuracea. Allerdings sind sie bei denen regelmäßiger angeordnet und nicht ganz so spitz.
@hanno
könntest Du ein "Ganzkörperfoto" der Pflanze einstellen, auf dem der Habitus der Pflanze gut zu erkennen ist. Vielleicht finden wir´s ja doch noch raus. ;)