Blumentöpfe verschönern mit Serviettentechnik

Von Christina Kreuzer


Vielleicht ist die Servietten-Technik schon mehreren unter euch bekannt, trotzdem möchte ich sie gerne vorstellen. Ich finde man kann damit ganz schöne Ergebnisse erzielen und so manch alten Blumentopf (oder Vase, Krug, etc.) erneuern.

 

Was braucht man?


ServiettenServietten: Ich habe die besten Erfahrungen mit Motiven gemacht, die auf einfarbigen Hintergrund gedruckt sind, oder sich sehr einfach ganz aus dem Hintergrund herausreißen lassen. Sehr angenehm zu bearbeiten waren z.B. Blumen auf beigen/weißen Hintergrund. Wer aber ein bisschen Übung in Farbe mischen hat, der tut sich auch mit anderen Hintergrundfarben nicht schwer. Zuerst das Motiv ausreißen (durch das Reißen fügt sich die Serviette besser in den Hintergrund ein) und dann alle Lagen (meistens zwei) entfernen.

Tontöpfe: Hier sind der Form und der Größe im Prinzip keine Grenzen gesetzt. Gerade bei der Form sollte man ruhig mal etwas anderes als den Standard Terracotta Blumentopf probieren. Idealerweise sollte der Stil des Topfes zum Motiv der Servietten passen.

Acrylfarben: Ich habe billigere und mittelbillige Hobbyfarben probiert und mag die günstigeren sogar besser. Sie decken zwar nicht so gut, dafür riechen sie auch nicht so extrem chemisch. Keine Ahnung, ob das an den teureren Komponenten liegt, oder an der Marke.

BlumentöpfeServiettenkleber: Diesen Kleber bekommt man eigentlich in jedem Bastelladen.

Borstenpinsel

Evtl: Außenlack, Krakelierlack: Der Lack dient vor allem dazu, die Farbe und die Servietten vor Feuchtigkeit zu schützen. Ja nach Geschmack kann man matten oder glänzenden Lack verwenden.


Arbeitsschritte einfach:

1.) Serviettenmotiv aussuchen und ausreißen/schneiden.
2.) Den Tontopf mit Farbe grundieren. Wenn die Serviette mit Hintergrund ausgerissen wurde, dann den Topf am besten in der gleichen Hintergrundfarbe anmalen. Die Serviette (vor allem, wenn beide Unterlagen abgetrennt wurden) ist sehr dünn und passt sich der Hintergrundfarbe etwas an. Daher sollte die Unterfarbe auch hell sein, damit das Motiv schön leuchten kann. Trocknen lassen (ungefähr 10 Minuten).
3.) Serviettenkleber an die Stelle auftragen, wo das Motiv hinkommen soll.
4.) Serviette auflegen und mit den Fingern ganz vorsichtig von der Mitte des Motivs weg glattstreichen. Einige kleine Falten lassen sich meistens nicht verhindern und verschwinden nach dem Trocknen auch. Dennoch sollte man darauf achten größere Luftfalten auszustreichen.
5.) Mit dem Serviettenkleber noch mal über die Serviette streichen, damit eine Schutzschicht entsteht.
6.) Entweder mit Außenlack besprühen oder mit dem Serviettenkleber den ganzen Topf einstreichen. Der Serviettenkleber hat meistens auch einen Lack in sich vereint.

 

Arbeitsschritte Krakelierlacktechnik (antik):

1.) Serviettenmotiv aussuchen und ausreißen/schneiden.
2.) Den Tontopf mit Farbe grundieren. Das ist die Farbe, die bei den Rissen dann durchschimmert. Ich empfehle eine eher dunkle Farbe.
3.) Krakelierlack dick auftragen und gut trocknen lassen
4.) Mit der zweiten, hellen Farbe darüber streichen. Achtung: Der Lack bewirkt, dass die Farbe sofort reißt sobald sie antrocknet. Dann darf nicht mehr darüber gemalt werden, weil man die Risse sonst gleich wieder verschließt. Das macht diese Technik etwas schwieriger.
5.) Nach dem Trocknen die Serviette wie oben beschrieben aufkleben. Die Serviette bekommt durch den Krakelierlack keine Risse! Allerdings werden die Risse bei hellen Servietten durchschimmern.

 

Tipps:

Was tun, wenn man eine dunkle Hintergrundfarbe will (z.B. der Topf rechts oben mit der Sonne)? In diesem Fall habe ich die Stelle, wo das Motiv hinkommt, weiß ausgemalt und den restlichen Topf in dunklen Farben. Nachdem die Serviette draufgeklebt war, habe ich die überstehenden weißen Ränder mit Pinsel nachgearbeitet.

So, ich hoffe ich habe nichts vergessen. Und hier einige Beispiele. Die ersten drei Töpfe sind mit Krakelierlack behandelt worden: